Unterwegs auf dem Camino Mozárabe von Málaga nach Mérida und weiter nach Badajoz
Tag 22 (Do, 7.5.2026) Mit dem Bus von Badajoz nach Sevilla
Ich habe mir zum Glück den Wecker gestellt, sonst wäre ich nicht wie beabsichtigt um sieben aufgewacht. So konnte ich in aller Ruhe duschen, packen und die letzten Reste aus dem Rucksack vertilgen. Um acht bin ich zur Busstation aufgebrochen und konnte da in der Cafeteria noch einen „Café con leche“ trinken, bevor es um neun losging. Der Bus war nicht mal halb voll, da hätte man sich die Online-Buchung sparen können. Aber das konnte man nicht vorhersehen. Es ging auf der N-432 nach Zafra, wo ich zuletzt im Herbst vorigen Jahres den Camino del Sur beendet habe. Hinter der Stadt fuhr der Bus auf die Autobahn A-86, die nach Sevilla führt. Nur einmal ist er zwischendurch von der Autobahn runter, nämlich für einen Stopp in Santa Olalla del Cala. Vielleicht des schönen Namens wegen, oder weil der Busfahrer den alten Herrn kannte, der da ausgestiegen ist.

Diese Abschweifung hat vielleicht die viertel Stunde Verspätung verursacht, mit welcher der Bus in Sevilla ankam. Mich hat das nicht gestört, aber der Busfahrer musste gleich wieder los, als alle ausgestiegen und die Fahrgäste für die Rückfahrt eingestiegen waren. Da es kurz vor 12 war, bin ich gleich an der Busstation in die Cafeteria eingekehrt, wo ich mir einen Meeresfrüchte-Mix gegönnt habe. Der hat zwar sehr gut geschmeckt, aber nicht wirklich satt gemacht. Deshalb habe ich anschließend auf der anderen Straßenseite den McDonald's besucht.

Bis zum Check-In um 14.30 Uhr war dann noch eine Stunde Zeit, weshalb ich nicht direkt, sondern in einem großen Bogen, vorbei an der Stierkampfarena, dem Torro de Oro und der Kathedrale zu meinem Hotel gelaufen bin. Es ist das „The Nomad Hostal & Pension“, das ich bei Booking.com für 15 € gebucht habe. Ich bin sehr angetan, alles sieht sehr ordentlich und geschmackvoll dekoriert aus. Im Zimmer sind zwar fünf Doppelstockbetten, was aber bei zwei bodentiefen Fenstern sicher kein Luftproblem hervorruft. Es gibt eine sehr brauchbare Küche und einen großen, nett dekorierten Aufenthaltsraum. Außerdem einen kleinen Innen­hof und eine Dachterrasse, theoretisch mit Bar. Die Bäder sind auch sehr gut, einen Schlafsack braucht man nicht, weil die Betten bezogen sind. Alles in allem eine empfehlens­werte Unterkunft mit einem sehr guten Preis-Leistungsverhältnis.

Ich sitze jetzt in besagtem Aufenthaltsraum und warte ab, bis die Hitze etwas nachgelassen hat. Dann gehe ich nochmal raus. Wenn heute oder morgen auf der Rückreise nichts Nennenswertes passiert, werde ich mich noch nochmal melden. Das heißt, ich verabschiede mich schon mal an diese Stelle und danke Euch für Euer Interesse. Bis zum nächsten Mal!

Camino Mozárabe - Tag 22