Unterwegs auf dem St. Jakobus Pilgerweg Sachsen-Anhalt von Vehlen nach Freyburg

Tag 1 (Mi, 8.7.2026) Von Stendal nach Tangerhütte / 25,6 km

Ich muss mir mal wieder die Beine vertreten, um den trägheitsbedingten Beschwerden zuvorzukommen. Ich habe mich deshalb auf den „Jakobsweg durch Sachsen-Anhalt“ begeben, der an der Landesgrenze in Vehlen beginnt und im Zickzack durch das „Land der Frühaufsteher“ nach Eckardsberga führt. Das sind 435 km. Die ersten drei Etappen (Vehlen-Jerichow-Tangermünde-Stendal) habe ich ausgelassen, weil ich die vor nicht allzu langer Zeit in Tagesausflügen absolviert habe. Auch die letzte Etappe (Freyburg-Eckardsberga) werde ich weglassen, denn die verläuft auf der Via Regia, die ich schon gelaufen bin. Es bleiben etwa 350 km übrig, die in zwei Wochen zu schaffen sein sollten.

Ich bin heute früh um halb sieben nach Stendal aufgebrochen und dort mit nur 5 Minuten Verspätung um viertel zehn angekommen. Obwohl der Bahnhof am Jakobsweg liegt, bin ich zunächst in umgekehrter Richtung ins Stadtzentrum gelaufen - und weiter bis zur St. Jacobi-Kirche am anderen Stadtende. Ich hatte Glück, dass die gerade aufgeschlossen wurde, so dass ich mich in der beachtenswerten Kirche umschauen und den passenden „St. Jacobi“-Stempel für den Pilgerpass abfassen konnte. In der Touristeninfo habe ich mir noch einen „Hansestadt Stendal“-Stempel daneben drücken lassen. Erfreulicherweise waren auch die Marienkirche am Markt und der Dom St. Nicolai offen. Das sind alles sehr sehenswerte Kirchen mit einer reichen Ausstattung an Epitaphen, Gedenktafeln und Fensterbildern. Trotz Schnelldurchlauf waren zweieinhalb Stunden rum, als ich mich endlich auf dem Weg gemacht habe.

Diese Besichtigungstour war ganz am Anfang der Wanderung aber sehr schlecht platziert. Ich war mittags schon reichlich müde und musste mich aus Zeitgründen mit einem Viertelstunden-Schlaf vor der Bürgermeisterei von Heeren begnügen. Überhaupt wollten die Beine am ersten Tag noch nicht so richtig. Zwei Monate Pilgerpause waren einfach viel zu lang. Später ging es dann, aber trotzdem war ich erst kurz vor sieben an meinem Ziel, dem Pfarrhaus von Tangerhütte.

Da hatte ich mich angemeldet und konnte mir nun einen der Gemeinsäle als Schlafraum aussuchen. Ich habe sogar zwei Isomatten bekommen, weil ich keine eigene habe und hier keine Sofas rumstehen. Küche, Klo und Dusche sind ok und für morgen Früh steht ein Päckchen Kaffee im Schrank. Mir fehlt also nichts. Gute Nacht!


St. Jakobus Pilgerweg Sachsen-Anhalt - Tag 1

Stendal, Hauptbahnhof. Bahnhofsgebäude von 1871 und Bahnhofvorplatz
Stendal, Tangermünder Tor
Stendal, St.-Katharinen-Kirche.
Stendal. Bronzeplastik „Roland 1525“ des Bildhauers Wolfang Friedrich vor dem Altmärkischen Museum
Stendal. Dom St. Nikolaus vom Altmärkischen Museum an der Straße „Schadewachten“ aus gesehen
Stendal. Innenhof in der Nähe des Sperlingsplatzes
Stendal. Breite Straße vom Sperlingsplatz aus gesehen
Stendal. Deckel der Regen- und Schmutzwasserkanäle in der Breite Straße
Stendal, St.-Jacobi-Kirche. Gotische Hallenkirche, im 14./15. Jahrhundert erbaut
Stendal, St.-Jacobi-Kirche. Blick auf dem Lettner und den dahinter liegenden Chor
Stendal, St.-Jacobi-Kirche. Chorgestühl
Stendal, St.-Jacobi-Kirche. Der Apostel Jakobus als Kanzelträger
Stendal, St.-Marien-Kirche. Baubeginn 1420, Kirchenweihe 1447
Stendal, St.-Marien-Kirche. Hochaltar, 1471 aufgestellt, 8 m hoch
Stendal, St.-Marien-Kirche. Lettner mit Apostelfiguren
Stendal, St.-Marien-Kirche. Epitaphe
Stendal. Wandmalereien in der Hallstraße
Stendal. Deutsches Gasthaus „Grüne Laterne“ in der Hallstraße
Stendal, Dom St. Nikolaus. Baubeginn 1423, Verwandtschaft zur Wallfahrtskirche in Wilsnack
Stendal, Dom St. Nikolaus. Gotische Portale
Stendal, Dom St. Nikolaus. Glasfester mit den 12 Aposteln. Mittlere Reihe rechts: St. Jakobus
Stendal, Dom St. Nikolaus. Chor mit mittelalterlichen Glasfenstern
Stendal, Dom St. Nikolaus. Hauptaltar
Stendal, Dom St. Nikolaus. Chorgestühl
Stendal, ehem. Pulverturm in den Wallanlagen
Stendal. Der Neubau der Brücke (Lüderitzer Str.) über die Bahn zwingt zu einem Umweg (Heerener Str.).
Ein Feld südlich von Stendal
Heeren, Platz am Denkmal
Heeren, Dorfgemeinschaftshaus (Sitz des Ortsvorstehers) in der Sälinger Straße, Ecke Kirchgasse
Heeren, Dorfkirche
Grobleben, Dorfkirche
Grobleben. Dorfkirche, errichtet in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts
Grobleben
Grobleben, Storchennest auf dem Haus neben der Feuerwehr
Der Weg hinter Grobleben
Blick vom Weg auf Elversdorf, eingerahmt von Windrädern
Der Tanger, ein Nebenfluss der Elbe
Der Deich bei Köckte mit dem Weg nach Weißewarte
Weißewarte, Dorfkirche
Der Weg zwischen Weißewarte und Tangerhütte
Tangerhütte, evangelisches Pfarrgrundstück mit der Kirche im Hintergrund
Tangerhütte, evangelisches Pfarrhaus
Tangerhütte, evangelische Kirche
Tangerhütte, evangelische Kirche. Kanzelaltar
Tangerhütte, evangelische Kirche. Taufengel