Unterwegs auf dem St. Jakobus Pilgerweg Sachsen-Anhalt von Vehlen nach Freyburg

Tag 3 (Fr, 10.7.2026) Von Angern nach Wolmirstedt / 20,7 km

Der heutige Tag war geprägt von der halben Umrundung des „Kalimandscharo“ - das ist eine Abraumhalde des Kalibergwerks Zielitz. Die Halde ragt bis in 200 m Höhe und ist die höchste Erhebung zwischen Magdeburg und der Ostsee. Gestern lag die Halde weit sichtbar rechts von mir, heute bin ich erst darauf zu gelaufen und dann rechts vorbei. Noch ein Stück weiter rechts (also westlich) ist übrigens der Truppenübungsplatz in der Colbitz-Letzlinger Heide, für dessen Aufgabe immer wieder demonstriert wird. Wenn man hier einsam durch die weiten Wälder und die vielfach aufgegebenen Felder läuft, bekommt man nicht das Gefühl, dass diese Heide unbedingt für Spaziergänger freigegeben werden muss.

Der Weg war heute nicht lang, nur etwa 20 km auf oft sehr sandigen Wegen durch den Wald bzw. auf begrasten Wegen am Feldrain. Es lag nur ein Ort, Mose, an der Strecke - kurz vor dem Ziel und ohne Einkaufsmöglichkeit. Erst in Wolmirstedt gab es Supermärkte. Ich habe mir zunächst nur eine Erstversorgung beschafft und bin dann ins Quartier -, ungewöhnlich früh, noch vor zwei. Die Pilgerherberge ist auf dem Gelände des Bodelschwingh-Hauses, im Untergeschoss des Verwaltungsgebäudes. Die ist sehr komfortabel: fünf Einzel- oder Doppelzimmer mit Schrank und Waschbecken, eine gut eingerichtete Küche mit Essplatz und ein gemütlicher, wie ein Wohnzimmer eingerichteter Aufenthaltsraum mit einem großen, angeschlossenen (!) Fernseher. Das Spiel Spanien-Belgien entgeht mir also nicht.

Besonders erwähnenswert, weil bisher einmalig, sind die Gratis-Begrüßungsgetränke auf dem Nachttisch: Wasser, Bier und Sekt. Ich bin noch am Überlegen, was ich da nehme …


St. Jakobus Pilgerweg Sachsen-Anhalt - Tag 3

Ein nur mühsam zu bewältigender, sandiger Weg hinter Angern
Weg durch ein großes Forstgebiet südwestlich von Angern
Riesige Sonnenblumenfelder am Weg
Die Sonnenblumen lachten noch mehr als die Sonne.
Blick auf den „Kalimandscharo“, eine bis 200 m hohe Abraumhalde des Kaliwerks Zielitz
Blick auf den „Kalimandscharo“
Blick auf den „Kalimandscharo“
Weitere alte und neue Halden am Weg, hier eine Mineralstoff-Deponie
Diverse Stromleitungen kreuzen den Weg zwischen Mose und Wolmirstedt
Der Weg zwischen Mose und Wolmirstedt
Die zum nahen Umspannwerk Wolmirstedt führenden 110- und 380-kV-Leitungen
Wolmirstedt. Eine Seilscheibe verweist auf den Kaliabbau in bis zu 1300 Meter Tiefe.
Wolmirstedt, August-Bebel-Straße
Wolmirstedt, August-Bebel-Straße
Wolmirstedt, Triftstraße
Wolmirstedt. Eine Plakette auf der Straße verweist auf die über 1000 Jahre Schlossdomäne.
Wolmirstedt, Schlossdomäne
Wolmirstedt. Schäferdenkmal auf der Schlossdomäne
Wolmirstedt, Oberburg der Schlossdomäne. Links: Pallas, Mitte: Schlosskapelle
Wolmirstedt, Schlossdomäne. Skulptur vor der Bibliothek im ehemaligen Pferdestall
Wolmirstedt, Schlossdomäne. Schlosskapelle, 1480 erbaut
Wolmirstedt, Schlossdomäne. Ehemalige Scheune, jetzt Heimatmuseum
Wolmirstedt. Das Flüsschen Ohre
Wolmirstedt. Villa an der Ohre
Wolmirstedt, Bodelschwingh-Haus. Hauptgebäude von Süden
Wolmirstedt, Bodelschwingh-Haus. Hauptgebäude von Westen
Wolmirstedt, Bodelschwingh-Haus. Ein modernes Gruppenhaus
Wolmirstedt, Bodelschwingh-Haus. Pilgerherberge im Untergeschoss eines Verwaltungsgebäudes
Wolmirstedt. Zimmer in der Pilgerherberge
Wolmirstedt. Gemeinschaftsküche der Pilgerherberge
Wolmirstedt. Aufenthaltsraum der Pilgerherberge
Wolmirstedt. Feierabend