Unterwegs von Torre de la Horadada über Orihuela und Albacete nach La Roda
Tag 13 (Sa, 31.1.2026) Ausflug mit der Straßenbahn von Alicante über Benidorm nach Denia
Der Sonnabend stand mir vollständig zur Verfügung. Das war eine gute Gelegenheit, einen Ausflug zu machen. In einem etwas älteren Reiseführer hatte ich von einer romantischen Kleinbahn gelesen, die von Alicante in den Norden bis nach Denia zuckelt. Das soll eine halbe Tagesreise sein und die Fahrgäste wären überwiegend Einheimische. Also, die Bahnlinie gibt es noch, aber nicht mehr den Bummelzug. Den hat man allerdings nicht wie anderswo durch Busse ersetzt, sondern durch eine moderne Bahnlinie. Das Straßenbahn­unternehmen von Alicante hat die Strecke übernommen, vollständig modernisiert und auch vom Äußeren sehr attraktiv gemacht. Das Unternehmen betreibt nun diese Meterspur-Strecke mit modernen Niederflurwagen und zwar vom Untergrund-Bahnhof Luceros in der City von Alicante mit normalem Oberleitungs-Straßenbahnen (u.a. von Bombardier) bis Benidorm und ab da mit Dieseltriebwagen von Stadler, die auch als Straßenbahnen deklariert sind, weiter bis Dénia. Obwohl die Züge trotz der vielen Kurven recht zügig fahren, braucht man für beide Abschnitte je knapp 1,5 Stunden. Bis Benidorm fahren die Bahnen im Halbstundentakt, weiter alle Stunde. Von Alicante bis El Campello fährt zudem wochentags halbstündlich eine zusätzliche Linie.

Für eine einfache Fahrt nach Dénia, also knapp drei Stunden, bezahlt man 3,90 €, hin und zurück 6,65 €! Da macht das Bahnfahren Spaß. Ich habe mir für 8 € (+1 € für die aufladbare Karte) ein 24-Stunden-Ticket geholt, um unterwegs mal aussteigen zu können oder noch eine andere Straßenbahnlinie auszuprobieren.

Da mein Hostel nicht weit weg vom Bahnhof Luceros war, musste ich nicht sonderlich früh aufbrechen, um den 8-Uhr-Zug zu bekommen. Um elf war ich in Denia und habe mich da etwas umgeschaut. Es gibt eine schöne Fußgängerzone und ein paar attraktive Häuser. Aber da sowohl die Burg als auch die Kirche geschlossen waren, war ich schnell durch und konnte eine Stunde später den Zug zurück nehmen. Mit dem bin ich aber nur bis Benidorm gefahren, wo ich einen längeren Spaziergang durch die Stadt gemacht habe. Die Küstenlinie steht voller Wolkenkratzer und sieht aus wie Miami Beach. Aber die Gassen im Zentrum und die Uferpromenaden sind recht einladend. Es gibt jede Menge Gaststätten und fast alle waren voll, denn es war Sonnabend, warm (17 Grad) und sonnig. Da waren Unmengen an Leuten, meist Touristen unterwegs. Einige lagen auch am Strand.

Die ehemalige Festung von Benidorm, die ins Meer reichte, hat man zu einem gut besuchten Aussichtspunkt umgebaut. Ganz in der Nähe ist die Sant Jaume-Kirche (oder San Jaime), was nichts anderes ist, als eine Jakobskirche, die üblicherweise „Santiago Apóstol“ heißt. Warum man hier eine andere Namensform gewählt hat, weiß ich nicht. Auf die Kirche aufmerksam geworden bin ich nur durch ein großes, rotes Santiago-Kreuz im Pflaster vor dem Eingang, umrahmt von vier großen Muscheln. Und siehe da, an der Kirche hängt eine „Camino del Sureste“-Plakette und die Karte verrät, dass hier eine Variante dieses Weges startet. Ein anderes Mal …

Um vier bin ich dann wieder in die Bahn gestiegen und kurz vor Alicante in eine andere Bahnlinie (L5) gewechselt, die einen Rundkurs durch einen der Vororte macht. Das war auch nicht uninteressant, aber natürlich nichts im Vergleich zur Fahrt durch die Bergwelt zwischen Benidorm und Dénia, wo es durch und über Schluchten geht, ganz spektakulär kurz vor Calpe, wo zudem der 332 Meter aus dem Wasser ragende „Stadtfelsen“ die Blicke auf sich zieht.

Von der Endstation Porta del Mar bin ich durch die nunmehr beleuchtete Altstadt von Alicante zu meinem Hotel gelaufen, was den Eindruck bestätigt hat, dass Alicante eine wirklich schöne Stadt ist.

Camino del Sureste - Tag 13

Alicante, Avinguda General Marvá
Alicante, Tram-Station „Los Luceros“
Eine der zwischen Alicante und Benidorm fahrenden (elektrischen) Trams
Eine der zwischen Alicante und Benidorm fahrenden (elektrischen) Trams
Fahrt von Alicante nach Benidorm, ehemaliger Steinbruch an der Haltestelle Sangueta
Fahrt von Alicante nach Benidorm, L'Amerador
Fahrt von Alicante nach Benidorm, Baranc d'Aigües
Fahrt von Alicante nach Benidorm, Osborne-Stier bei La Merced
Fahrt von Alicante nach Benidorm, Berge bei Finestrat (Pic Prim, 1344 m und El Puigcampana, 1408 m) ?
Weiterfahrt von Benidorm nach Dénia. Altea
Weiterfahrt von Benidorm nach Dénia. Berge nord-westlich von Teulada
Dénia, Bahnhof mit zwei Diesel-Trams, die zwischen Benidorm und Denia verkehren
Dénia, Fußgängerzone
Dénia, Castillo
Dénia, zum Castillo führende Straße (Carrer de Sant Francesc)
Dénia, verschlossenes Tor des Castillos
Dénia, Rathaus
Dénia, Església de l'Assumpció
Dénia, Fußgängerzone (Carrer del Marquès de Campo)
Dénia, Gebäude der Policía Nacional an der Carrer del Castell d'Olimbroi
Dénia, Bahnhof
Fahrt von Dénia nach Benidorm, kurz vor Gata de Corgos. Blick auf den Cap Gros del Montgó (752 m) ?
Fahrt von Dénia nach Benidorm, Steinbrüche nördlich von Teulada
Fahrt von Dénia nach Benidorm, Calp mit dem 332 m hohen Penyal d'Ifac auf einer Halbinsel im Meer
Fahrt von Dénia nach Benidorm, Ponts del Mascarat - spektakuläre Brücken über den Barranc del Estret
Fahrt von Dénia nach Benidorm, Ponts del Mascarat - spektakuläre Brücken über den Barranc del Estret
Benidorm, Bahnhof
Benidorm, Avinguda Beniarda
Benidorm, Strandpromenade am Playa de Levante
Benidorm, Playa de Levante
Benidorm, Kreisverkehr an der Calle Puente / Avenida del Mediterráne
Benidorm, Plaça de Sant Jaume (Jakobsplatz) mit der Kirche „Sant Jaume i Santa Anna“ (bzw. San Jaime y Santa Ana)
Benidorm, Strand im Süden der Stadt
Benidorm, Blick vom Plaça del Castell auf den Playa Cala del Mas Pas. Geradezu die Parroquia de San Jaime y Santa Ana
Benidorm, Parroquia de San Jaime y Santa Ana
Benidorm, Plakette an der Parroquia de San Jaime y Santa Ana, Startpunkt einer Variante des C. del Sureste
Fahrt von Benidorm nach Alicante, nahe der Station „Venta Lanuza“
Alicante, Tram-Endstation „Porta del Mar“