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Unterwegs in Zamora und in Madrid | ![]() |
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Teil II, Tag 20 (Sa, 19.9.2026) Mit dem Bus von Zamora nach Madrid
Morgens im Bett habe ich nochmal gegrübelt, welche Option die beste für die verbleibenden drei Tage ist. Ein Stück auf der Via de la Plata vor oder zurück zu laufen, erschien mir nicht mehr so reizvoll. Schön wäre sicher der Weg von Zamora in Richtung Portugal. Aber da hätte es schon am ersten Etappenziel ein Problem gegeben. Da gibt es zwar eine ganz neue Herberge, aber man muss ich wegen dem Schlüssel im Rathaus melden. Am Sonnabend?
Da blieb also nur noch die Idee, wie ursprünglich angedacht gleich nach Madrid zu fahren und sich dort bis zum Rückflug die Zeit zu vertrieben. Das hatte ich zuletzt ausgeklammert, da bei booking.com am Wochenende in Madrid nur Zimmer ab 58 € zu haben waren. Bei Hostelworld habe ich dann aber noch ein Bett für 20 € bekommen - nicht sehr komfortabel, aber mitten im Zentrum gelegen. Bei der Fahrtverbindung stellte sich heraus, dass der 30 €-Zug, den ich mir für Dienstag rausgesucht hatte, entweder am Sonnabend nicht fährt, oder morgens nicht mehr buchbar ist. Ich hätte als Zug nur den AVE für 90 € buchen können. Aber es gibt ja noch Busverbindungen, sonnabends mindestens drei für 20 €. Da ist man zwar dreieinhalb Stunden unterwegs, aber man sieht vermutlich mehr als im Zug. Um 10.30 Uhr sollte der Bus gehen und ich war ein halbe Stunde vorher am Busbahnhof. Zum Glück hatte ich morgens gleich gebucht und nicht den Fahrkartenverkauf vor Ort in Betracht gezogen, um die drei Euro Buchungsgebühr zu sparen. Am Fahrkartenautomaten konnte man nämlich diesen Bus gar nicht mehr aussuchen, weil er angeblich voll ist. In Wirklichkeit war der nicht mal zur Hälfte gefüllt. Was lehrt uns das? So früh wie möglich online buchen und nicht darauf vertrauen, dass man am Bahnhof die Tickets günstiger bekommt. In Madrid bin ich nicht bis zum Busbahnhof gefahren, sondern schon in Moncloa ausgestiegen und zu meinem Hostel an der Plaza de Pedro Zerolo im Stadtviertel „Justica“, nicht weit von der Gran Via entfernt, gelaufen. Das war zwar ein ganzes Stück, aber da ich an diversen Fast-Food-Ketten vorbeikam, hatte ich schon gut gegessen, als ich ankam. Nach der Bettenprobe und dem Aufladen aller Geräte habe ich mich auf einen Stadtbummel begeben. Zunächst ziellos durch das Szene-Viertel rings um mein Hostel, dann die Gran Via runter und wieder hoch. Es ist unglaublich, was hier an Menschen unterwegs ist. Touristen, aber vor allem Einheimische. Was hätte sich unser Erich gefreut, wenn so viele zur Mai-Demo gekommen wären. Da waren zwar immer 110% da, aber das hier toppt alles. An der Plaza de España habe ich mich einfach eine Weile auf eine Bank gesetzt und die Leute an mir vorbei ziehen lassen. Das ist eigentlich viel schöner, als selbst im Menschenstrom mitzuschwimmen. Für einen Moment war der Andrang mal besonders stark, da zogen die Hare-Krishna-Fans mit Polizeibegleitung durch die Straßen. Das war eigentlich nur ein Wagen mit einer Pagode drauf, von dem Kinder wie beim Kölner Karneval Leckereien ins Volk warfen. Zum Glück waren es nicht nur Süßigkeiten, sondern auch Tütchen mit Studentenfutter. Da lohnte sich das Fangen und Bücken. Vor dem Wagen her liefen ein paar sehr farbenfroh gekleidete Asiaten und einige Dutzend Leute, die gern ihren Feierabend (so sie denn arbeiten) in bunten Kostümen tanzend verbringen. |
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Camino del Sureste (Teil II) - Tag 10 | ![]() |